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Weihnachtsbäume

Der Weihnachtsbaum mit Ballen

Der Weihnachtsbaum mit Ballen zum weiterwachsen!

Es gibt deutliche Qualitätsunterschiede bei Weihnachtsbäumen mit Wurzel.

Wenn man einen Tannenbaum den man für unter 10 € im Supermarkt erstanden hat, aus dem Topf zieht und sich die Wurzeln mal anschaut, stellt man fest, dass dort keine, oder kaum welche sind. Das liegt daran, dass viel Bäumchen die im Supermarkt, oder Baumarkt angeboten werden, einfach aus einer Weihnachtsbaum Kulturfläche „gehauen“ werden. Sie werden einfach mit ihrem Stupf und etwas Mutterboden in den Topf gedrückt. Diese Pflanzen wurden vor einigen Jahren als kleine 3. Jährige Tannen auf eine Weihnachtsbaumplantage gepflanzt. nach ca 3 bis 4 Jahren Standzeit, werden sie dann ohne großen Aufwand in den Topf gedrückt und für eine schmale Mark an Märkte verkauft. Diese Pflanzen haben keine Chance im Garten weiter zu wachsen, da nicht genügend Wurzeln haben und nicht dafür gedacht sind, im Garte weiter zu wachsen. Es ist genauso ein Wegwerfbäume wie der normale Weihnachtsbaum. Sie sollen ihre Nadeln länger am Baum halten, da sie in feuchte Erde stehen. Das ist aber auch ein Trugschluss!

Die Bäume aus der Baumschule

Dann gibt es die Tannenbäume aus der Baumschule. Diese werden auf einer Baumschul-Kulturfläche gepflanzt und regelmäßig umgepflanzt, damit sie immer wieder neue Wurzeln bilden. Das ist sehr aufwendig und Zeit intensiv, da die Pflanze durch das Umpflanzen immer wieder auch an Größe verliert. Diese Pflanzen werden nicht nur zur Weihnachtszeit gepflanzt, sondern im Herbst und  im Frühling, zur ganz normalen Pflanzzeit. Es versteht sich, dass diese Bäume eine ganz andere Preiszusammensetzung haben, als solche wo kaum Arbeitseinsatz für aufgerufen wurde. Eine gute Pflanze erkennt man an ihrem Wurzelballen, der aus feinen Saugwurzeln besteht und der sich selber trägt.

Diese Pflanzen sollten, wenn sie als Weihnachtsbaum im Wohnzimmer stehen, nicht zu lange dort bleiben. Durch die hohe Temperatur im Haus, können sie dann denken, es wird Frühling und die Knospen fangen dann an zu schwellen und treiben gegebenenfalls aus. Das kann dann, für die Pflanzen nicht gut sein, wenn sie dann nach Weihnachten draußen steht und dann Frost kommt. Es könnten die neuen Triebe erfrieren. Der Tanne an solches passiert nichts, denn sie ist ja winterhart, nur der neue Trieb, der zu einer ungünstigen Zeit ausgetrieben ist, wird das nicht überleben.

Schlussendlich, einen Baum in der Baumschule zu kaufen, ist zwar teurer, aber er ist von langer Dauer!

 

Der Weihnachtsbaum- in Perfektion

Der Weihnachtsbaum eine Herausforderung an Natur und Schönheitsideal.

Wer möchte nicht auch ‚den Weihnachtsbaum‘ in seiner Wohnstube haben, der die Idealmaße hat. So wie eine schöne Frau oder ein schöner Mann. Aber wer bestimmt das ‚Schöne‘?

Wir ?

Sie ?

oder …?

Das Ideal des Schönen hat sich in den letzen Jahren sehr verändert. Da wir ja von Heidi, Guido und Co. vermittelt bekommen was schön ist, so kommt es natürlich auch vor, dass der Tannenbaum, den wir von früher kennen, nicht mehr dem heutigen Ideal entspricht. Also wird der „Perfekte Weihnachtsbaum“ (er) geschaffen.

In New York, steht mit Abstand wohl der prunkvollste Baum. Ich glaube, dass ist der ideale und perfekte Weihnachtsbaum. So wollen wir ihn alle haben. Groß, voll, gerade gewachsen, makellos. Leider zieht uns die Natur einen Strich durch diese Rechnung, denn in der Natur ist alles perfekt, aber es entspricht nicht unserem „Perfektsein“. Also haben wir gelernt den perfekten Weihnachtsbaum zu machen.  Mit verschiedenen Kulturmaßnahmen werden die Bäume über Jahre geformt, damit sie dann dem Schönheitsbild  entsprechen. Wenn ich mir heute die Kulturflächen anschaue, dann ist dort kaum noch ein Krüppel zu sehen, der sich nicht als Tannenbaum vermarkten lässt. Wunderschön und gleichmäßig gewachsen.

Wie sind die Anfänge?

Man wählt heute schon die Mutterpflanzen aus, um zu sehen welche eine schöne Anlage haben. Die Samen von diesen Bäumen werden geerntet und ausgesät. Als 4-5 Jährige Pflanzen bekommen wir sie dann in die Baumschule geliefert und pflanzen diese dann in den Boden.

Dann dauert es ungefähr mindestens 10 Jahre bis man einen mannshohen Baum ernten kann. In diesen 10 Jahren gab es viele Male, die wir aufs Feld sind und geschaut haben, wie es den Tannen geht. Wenn das Frühjahr mild ist und die Bäume früh austreiben ist die Gefahr der Spätfröste sehr hoch.  Dann kann es passieren, dass die ganzen neuen Triebspitzen verloren sind. Die Natur kann sich wieder regenerieren und bildet neue Knospen für das nächste Jahr. Aber in diesem Jahr geht der Trieb verloren. Dann kommt ein Vogel geflogen, setzt sich nieder auf mein Schuh! Nicht auf den Schuh, aber auf die Tannenspitze, dann knickt sie um und wird krumm. Deshalb stellt man Sitzstangen in die Tannenbaumkultur.

Es gibt Tannenbäume, die nicht so wachsen wie ich mir das vorstelle, also wird sie in diese Richtung gezogen, geschnitten und geformt. Den Dünger nicht zu vergessen, denn auch Nadelbäume haben Hunger. In unserer Kultur werden noch Schafe eingesetzt, diese geben einen natürlichen Dünger und zudem fressen sie noch die Wildkräuter, die in den Weihnachtsbäumen wachsen. Aber leider reicht der Naturdünger nicht immer, und deshalb wird der Boden untersucht und dann gezielt an jede einzelne Tanne Dünger gestreut.

Ich könnte noch viel mehr erzählen was alles passieren kann, in der Weihnachtsbaumkultur. Aber das würde den Rahmen sprengen.

Jetzt wünschen Wir Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten neuen Start in das Jahr 2017.

Ein Weihnachtsbaum braucht 10-15 Jahre

Es vergehen viele Jahre, bis eine Tanne die richtige Größe als Weihnachtsbaum erreicht hat. Ca. 10-15 Jahre Arbeit, Pflege und Leidenschaft. In dieser Zeit muss sie viele Witterungen bestehen. Aber ihre eigentliche Aufgabe ist die Photosynthese: Kohlendioxid aus der Luft zu filtern und als Sauerstoff wieder abzugeben. Nadelbäume produzieren mehr Sauerstoff als Laubbäume und junge Bäume mehr als alte:  Sie ist 100% Natur!

4-jaehrigeNordmannTanne

Blautanne oder Nordmanntanne

Die Blautanne hält nicht so lange wie eine Nordmanntanne und sie ist auch nicht so weich, aber dafür verströmt sie einen Duft, der sie in die Kindheit zurückversetzt, als das Feuer im Ofen knisterte, es nach frisch gebackenem Lebkuchen duftete. Die Kerzen am Baum flackerten und Eisblumen am Fenster tanzten.

Dennoch ist die Nordmanntanne beliebter und damit sie lange frisch hält ist es ratsam sie nach dem Kauf anzuschneiden und in einen Eimer mit Wasser zu stellen. Bitte auch aus dem Netz befreien, dann kann sie sich schön entfalten.