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Rose Amaretto

Der richtige Zeitpunkt

Der richtige Zeitpunkt für was…?

…für das schneiden.

Ich bekam ein nettes Feedback zu meinem Video „Rosen schneiden“ welches ich mal vor Jahren erstellt habe. Die Frage, nach dem Zeitpunkt die Rosen geschnitten werden sollen.

Meine Antwort: …also ich schneide und empfehle immer erst dann zu schneiden wenn die Forsythien anfangen zu blühen. Das ist für mich der Indikator und auch eine guter Zeitpunkt.

Warum?

Jetzt im Februar, wo man schon Lust bekommt im Garten zu randalieren und alles kurz und klein schneiden möchte, sollte man immer mit Bedacht dabei gehen.

Denn der Februar kann noch tückisch sein. Die Rosen treiben schon aus und einzelne Blättchen kommen zum Vorschein. Das ist so. Wenn Sie jetzt die Rosen runterschneiden, dann werden die unteren Augen aktiviert, auszutreiben. Das soll auch so sein, aber nicht jetzt. Denn es kann noch kalt und frostig werden, dann können diese kleinen jungen Austriebe evtl. erfrieren.

Die Gefahr von Nachtrösten

Deshalb erst dann schneiden, wenn die Gefahr doch ein wenig eingedämmt ist, dann können sicher noch Nachtröste das Leben der Pflanzen beschwerlich machen, aber die große Gefahr ist abgemildert. So war es bis jetzt immer, wer weiß…?

Nun wissen sie ein wenig mehr und können getrost noch eine Tasse Tee genießen, denn es eilt nicht.

Jetzt ist der Zeitpunkt um Obstbäume und Beerensträucher zu schneiden.

Beerensträucher, sind immer ein Stiefkind des Schneidens. Denn immer wenn ich bei Kunden bin und diese vergreisten alten Beerensträucher sehe, dann graut es mich. Sie tragen kleine Früchte und haben am ganzen Gehölz viele Flechten angesetzt. Bei dem Thema Flechten werde ich auch immer gefragt, welche Krankheit die Pflanze hat. Meine Antwort: Sie hat keine Krankheit, denn die Flechte ist erstmal ein Indikator für saubere Luft. Das ist doch toll, oder? Zudem ist das 2 Indiz, dass die Pflanze nicht mehr richtig wächst. Also wird es Zeit, dass das Gehölz ein wenig angeregt werden sollte zum wachsen. Wachsen und Früchte tragen, dass sollte ein Beerenstrauch machen. Denn wenn die Sträucher nur tragen, dann vergreisen sie schnell. Das einmal kurz zu den Beerensträuchern. Wenn Sie mehr über das Obstgehölze schneiden erfahren möchten, dann lesen Sie https://baumschule-krause.de/der-schnitt-des-obstbaum/

Jetzt können Gehölze geschnitten werden die im Sommer bzw. im Spätsommer blühen.

Alles was in der ersten Jahreshälfte blüht, wird direkt nach der Blüte geschnitten. Also bitte… die Forsythien oder Spieren immer erst nach der Blüte schneiden. Das ist sehr wichtig,sonst blüht es im Frühling nicht!

Ich zähle mal einige Sträucher auf die jetzt kräftig geschnitten werden können.

Hibiskus, Rispenhortensie, Bartblume, Knopfstrauch, Mönchspfeffer, Fingerstrauch, niedrige Spieren, dann gibt es Halbsträucher, wie das Johanniskraut,

Das Düngen sollten nicht vergessen werden. Ich benutze ich den Bodenaktivator und das Animalin von Oscorna ich füge noch einen Link hinzu da bekommen Sie noch mehr Informationen, wie der Dünger wirkt. https://www.oscorna.de/die-idee/

 

 

Die Welt in schwarz und weiß

Die Welt in schwarz und weiß

eine schreckliche Vorstellung !

Die Welt ist bunt.

Die Natur ist bunt.

Alles ist bunt.

In den letzten Tagen, habe ich Bilder von Fotografen gesehen, die Ihre Objekte in schwarz-weiß fotografiert haben. Bei Porträts finde ich das sehr ansprechend und man kann den Charakter gut darstellen. In der Natur, in der Landschaft finde ich es schon schwierig. Es gibt viele Stimmungen die in schwarzweiß gut wirken können und die eine Aussage treffen.  Manchmal kann es faszinierend sein und manchmal erschreckend. Es ist immer eine Frage der Betrachtung und das was derjenige zum Ausdruck bringen möchte.

Ich dagegen, sehne mich nach Farbe, nach bunt, nach Sonnenschein.

Zaubernuß in schwarzweiß

Ich habe mal einem Frühlingsblüher einen Filter unterzogen und ihn in diese schwarz-weiß Optik versetzt. Es ist ein schönes Bild, aber für mich hat es wenig Ausstrahlung.        Sehen Sie selbst:

 

 

Heute war gerade wieder so ein Tag, so ein Vormittag im Februar, wo keine Sonne schien, wo der Himmel in grau getaucht, wo die Sonne nicht erkennbar, hinter den dichten Wolken versteckt, zu sein scheint. Ein Morgen, wo man  denkt, es könne auch schon Nachmittag sein. Dann sehne ich mich nach Farbe, nach Licht, nach Sonne.

zaubern in Blüte
Zaubernuß in orange

 

Farbe

Wie wunderbar ist so ein kleiner Farbakzent im Garten. Ein Strauch der Blüten in gelb, orange oder rot sein Eigen nennt. Eine Zaubernuß. Sie ist die erste die uns zeigt, dass der Winter bald ein Ende hat. Ich sehne mich nach Sonne, Wärme, Licht, wie wunderbar es ist, wenn der Tag sich länger zeigt.

Rotkaetzchen
Rotkaetzchen

 

 

Das Rotkätzchen, eine neue Selektion von der Kätzchenweide. Es zieren leuchtend rote Kätzchen diesen wunderschönen Strauch.

 

 

 

 

Viele verschiedene Vorfühlingsblüher

Es gibt einige Vorfrühlingsblüher, die jetzt schon Ihre Blüten geöffnet haben. Denken wir an den Winterschneeball, er blüht schon im November und zeigt uns im Februar und März seine ganze Schönheit. Zudem verströmt er im Garten einen herrlichen Duft. Was könnte schöner sein.

Die Vorfrühlingsalpenrose, ein Rhododendron, er blüht lila wunderschön.  Seine kleinen Blüten schmücken den Strauch so üppig, dass man nur noch einen lila Ball sieht. Es ist kein Platz für ein Blatt mehr da.

Der mittlerweile bei uns beliebte Wintergrüne Schneeball Tinus, ein wunderschöner Strauch der auch im Herbst schon die ersten Blüten zeigt. Jetzt im Frühling blüht er in vollem Glanz. Zudem trägt er wundervolle blaue Beeren im Herbst. Ein rötlicher Austrieb ziert ihn im Sommer. Ein Strauch der aus unseren Gärten schon nicht mehr wegzudenken ist.

 

Prunus subhirtella 'Autumnalis'
Prunus subhirtella ‚Autumnalis‘

Eine ganz besondere Schönheit ist die Winterkirsche. Sie steht schon jetzt in voller Blüte und bezaubert ihren Betrachter. Ein wahres Schauspiel. Rosa Knospen, die prall und mächtig dastehen und dann aufbrechen und ein zartes rosé zum Vorschein kommt.

Was könnte nicht schöner sein, als jetzt die wundervolle Natur mit ihren vielen Fassetten zu  genießen.

Fazit: die Welt ist bunt, die Natur ist bunt, alles ist bunt. Der Mensch braucht Farbe, nicht nur schwarz und weiß.

lesen Sie über die Rhododendron, wie schön, wie bunt diese sind.   https://baumschule-krause.de/rhododendron-immergruen-bluehend-winterhart/

 

in der Baumschule

Wunderschöne Weihnachtsbäume – so schön waren sie noch nie

Unsere Weihnachtsbäume !  In diesem Jahr sind sie besonders schön. Ich muß immer wieder hinschauen.

Die Arbeit, die wir in den letzten Jahren bei Wind und Wetter in die Weihnachtsbäume investiert haben, bringt Resultate: jede Tanne ist zur Persönlichkeit herangereift.  Ein echtes Individuum, ausgestattet mit der stillen Anmut der Natur. Ob das die Nordmanntanne ist, oder die Blaufichte, oder die einfache Rotfichte. Jede ist schön und wartet nur darauf, die Wohnstuben zu verzaubern. Die Begeisterung für Weihnachten nimmt nicht ab, denn hier feiern wir nicht nur die Geburt Jesu. Nein, es die Zeit im Jahr, wo die Familie zusammensitzt und begeistert Geschenke unterm Weihnachtsbaum auspackt. Das Weihnachtsfest ist gelebte Tradition: Jahr für Jahr und das seit Jahrzehnten, seit Jahrhunderten, seit rund 2000 Jahren.

Sich Gedanken machen um Menschen die man liebt und schätzt.

Zu Weihnachten ist das ein ganz besonder Anlass, denn die Räume werden festlich geschmückt und alles auf Hochglanz poliert. Die Ganz bestellt und alles soll perfekt sein. Darum gehört der Weihnachtsbaum auch dazu. Und aus diesem Grund, versuchen wir den Weihnachtsbaum perfekt zu formen. Denn es ist nicht nur die Herkunft, die für sein perfektes Aussehen steht, nein es sind noch andere Einflüsse, die für einen schönen Weihnachtsbaum zuständig sind.

Der Standort, der Boden, die Düngung all diese Komponenten spielen ein sehr wichtige Rolle.

Dann kommt die Jährliche Pflege. Die Triebspitzen werden gekürzt und die Terminale muss daran gehindert werden, die volle Kraft zu entfalten. Das heißt, jeder Weihnachtsbaum wird beim Handbeschneiden mindestens zwei bis dreimal umrundet, um jede Triebspitze zu ergattern und einzukürzen. Das wird mit Fingerspitzengefühl gemacht !  Um die Terminale (Mitteltrieb) daran zu hindern, dass sie unendlich lang wird, wird ein spezielles Werkzeug eingesetzt. Mit diesem Werkzeug muss man sehr behutsam zwischen den Knospen jonglieren. Denn jede abgebrochene Knospe bedeutet „kein Trieb“ und das ist dann schade und führt zu Lücken. Ein Schönheitsfehler! Viele Kollegen machen das mit Chemie. Wir verzichten darauf, denn wir möchten möglichst wenig Einsatz von Chemie in der Baumschule haben.

Bei uns werden die Weihnachtsbäume schon seit Jahrzehnten von Schafen gepflegt.

Unsere Schafe sind zudem noch Feinschmecker. Sie fressen nur Gras. Andere Schafrassen schälen Bäume und knabbern an Zweigen. Unsere Shropshire-Schafe mögen das nicht. Sie lieben aber Brot, darum kommen einige Kunden mit getrockneten Brötchen an das Feld und füttern die Schafe. Leider macht das Brot die Schafe etwas dick. Die Hinterlassenschaft der Schafe dient zugleich als Dünger. Leider reicht das nicht ganz aus und wir müssen noch ein wenig nachhelfen. Der Einsatz von Dünger wird sehr gezielt eingesetzt, denn eine Überdüngung des Bodens möchten wir vermeiden. Deshalb verwenden wir einen langsam wirkenden Dünger.

Und hier nun der Flug durch unserer Weihnachtsbäume, die dieses Jahr zum Verkauf stehen.

https://www.youtube.com/watch?v=rSyThChsUVs

Unsere Bäume sind ökologisch, sie haben im Laufe Ihres Lebens schon einiges an CO2 aufgenommen und guten Sauerstoff dafür abgegeben. Auch Nadelbäume haben eine gute CO2 Bilanz, denn sie sind immergrün und nehmen im Winter auch CO2 auf. Zudem sind sie Regional und müssen nicht wie andere Bäume durch die Republik gefahren werden.

noch ein Rückblick in das Jahr 2018

2018 was für ein Jahr!

Rose Amaretto

Die Veränderung in einer klassischen Baumschule

So sah es mal aus
So sah es mal aus

Das Leben ist Veränderung! 

Diese Veränderung hat bei uns nun auch stattgefunden. Bei uns in der Baumschule gab es bis in dem vergangenen Jahrhundert hauptsächlich Bäume und Sträucher, Rosen und Obstbäume und Heckenpflanzen.

Die Produktion der Pflanzen

Wir produzierten Rosen auf dem Feld und auch ein große Auswahl an Obstbäumen. Die Obstbäume wurden aufgeteilt in Buschobst, Halb.- und Hochstämme. Mit klassischen Sorten, wie dem Roten Boskoop und dem Sommerapfel Jamba und viele Apfelsorten mehr, die Conference Birne und auch die Williams Christbirne war in unserm Sortiment zu finden. Pflaumen, Zwetschken, Pfirsiche und auch die empfindliche Aprikose wurde bei uns produziert. Wir hatten richtig viel Spaß an der Vermehrung der Obstgehölze. Zu sehen wie aus einem kleinem Wildling ein prachtvoller Obstbaum wird, mit Wissen und Geschick.

Ich weiß nicht mehr wie viele Obstbäume wir produzierten, doch weiß ich das wir den ganzen Sommer damit beschäftigt waren. 

Die Rosen auf dem Felde 10000 an der Zahl standen hoch oben an der Kreisstrasse und leuchteten in hellen Farben. Ein Blütenmeer, man kann sich das gar nicht mehr vorstellen. Welch eine Zeit. 

Rosenfeld 1992
Rosenfeld 1992

Der Sommer war die Veredelungszeit

Welch eine wunderbare Zeit! Es war eine arbeitsreiche Zeit, es hieß früh aufstehen und Reiser schneiden. Reiser zum Veredeln. Wenn der erste Blütenflor bei den Rosen fast verblüht war, ging ich auf das Feld und schnitt möglichst lange Rosenstiele von den Rosen ab. Sortenrein versteht sich. Immer ein Sorte nach der anderen. Dann setzten wir uns in den Schatten und schnitten die ganzen Blätter und Blüten ab. zusammenbinden und in nasse Zeitung einwickeln. Beschriften nicht vergessen. Das war das Wichtigste! Wenn ausreichend Reiser geschnitten waren, ging es an das Veredeln. Man, wenn ich daran denke…. es war eine körperlich harte Arbeit. Denn man stand den ganzen Tag gebückt, den Kopf über den Rosen.

Dann kam der Herbst

Zum Herbst wurden dann die Rosen, welche im vergangenen Jahr veredelt wurden, gerodet. Mit dem Pflug auf das Feld und jede Sorte wurde dann aufgepflügt, auf den Bulli geladen und nach Hause gebracht. Dort wurden sie entblättert und sortiert, zu 5 Stück gebündelt und beschriftet. Eine unglaublich Arbeitsreiche Zeit. Aber auch diese hat viel Spass gemacht. Heute ist das alles einfacher. Die großen Betriebe, die sich auf die Vermehrung der Rosen spezialisiert haben, machen viele Schritte mit Maschinen. Wir haben die Rosen mit einem Bambus Stock entblättert. Papa hat dann mal eine Maschine gebaut, die dann mit Lederriemen versehen war und das Entblättern etwas schneller macht.

 

https://baumschule-krause.de/der-herbst-kommt-mit-grossen-schritten/

 

 

https://pflanzenversteher.blogspot.com/2014/